Projekt Ritzmannshofer Mühle
Das Projekt Ritzmannshofer Mühle ist ein eigenes Projekt, welches sich seit 2002 vollständig in meinem Besitz befindet und das auch seit 2008 mein Architekturbüro beherbergt. Das Haupthaus der Mühle wurde vermutlich im 18.Jahrhundert in der Grundherrschaft des Deutschen Ordens erbaut und hat eine wechselhafte Baugeschichte. Einige Gebäude am Zennufer wurden Anfang der 90er Jahren abgetragen. Die Nebengebäude Stall und Scheune stehen noch. Die Sanierung des Haupthauses mit ehemaliger Mühle und der ehemaligen Gastwirtschaft ist abgeschlossen. Der Stall ist grundsaniert. Die Grundsanierung der Scheune ist für 2009 vorgesehen. Die Scheune steht zum Verkauf, entweder als eine sehr große Einheit mit ca. 500m2 oder geteilt in 2 immer noch großen horizontal getrennten Einheiten mit jeweils um die 250m2 Wohn- bzw. Nutzfläche, wenn beispielsweise die untere Einheit als Büro, Galerie oder anderweitig als zum Wohnen genutzt würde.
Im Haupthaus befinden sich zwei vertikal getrennt Wohneinheiten mit jeweils ca 190m2. Der Mühlenteil hat mit dem großen Mühlenteil einen eher loftartigen Charakter, der ehemalige Gaststättenteil mit 6 Zimmer, Wohnzimmer und Küche wirkt eher kleinräumig gemütlich. Diesem Teil ist der Garten mit altem Baumbestand zugeschlagen, die Mühle hat eine Terrasse auf dem ehemaligen Turbinenhäuschen. Die Hochwasserschutzproblematik stellte uns v.a. bautechnisch vor große Aufgaben. Diese Problematik wurde durch eine abschnittsweise Unterbauung der Mühle mit einer wasserundurchlässigen Betonwanne, einer sog. „Weissen Wanne“ erfolgreich gelöst. Da das Gebäude ein herausragendes Denkmal der Region ist, wurde das Bauvorhaben denkmalpflegerisch intensiv durch den Referenten Dr.Koch betreut und mit Mitteln des Entschädigungsfonds auch finanziell unterstützt. Der Restaurator Herr Wiech hat 18. verschiedene Farbfassungen festgestellt. Die Fassung aus dem Jahr 1868 scheint heute noch am stärksten für das gesamte Ensemble prägend zu sein, weshalb alle noch erhaltenen Bauteile aus dieser Zeit diese zartgrüne Fassung erhalten werden.
Die Sanierung der Scheune und des Stalles gestaltet sich weit einfacher als die Sanierung der Mühle. Zum einen ist die Bausubstanz besser erhalten, zum anderen liegen beide Gebäudeteile weit über dem Pegel des höchsten Hochwassers. Außerdem gibt es im Innenbereich relativ wenig denkmalpflegerisch relevante Einbauten Z.Z. ist ein Ausbau zu Lofts vorgesehen, die nach Sanierung der Gebäudesubstanz mit der Option der freien Innengestaltung verkauft werden sollen. Evtl. findet sich aber auch ein Interessent, für den die steuerlich Seite des Sanierungsvorhabens (100% Abschreibung aller anerkannten Sanierungskosten über 12 Jahre) interessant ist. Für den Gewölbestall bieten sich eine Fülle von Nutzungen an, momentan ist aber noch keine Nutzung geplant. Die Entscheidung hierüber richtet sich stark nach der zukünftigen Nutzung der Scheune.
Direkt an der Zenn waren durch den Vorbesitzer drei Reihenhäuser geplant und auch genehmigt worden, deren Bau zur Zeit gestoppt ist. Generell ist hier durchaus ein Neubau vorstellbar, allerdings nicht mit drei Stadthäusern wie genehmigt, sondern eher einem schlanken und untergeordneten Baukörper als Einfamilienhaus ohne größeren Garten, aber direkt an der Zenn und mit unverbaubarer Südausrichtung.
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Daten Mühle
- Baubeginn 10/2004 Bauzeit Haupthaus 3 Jahre
- Wohnfläche ca. 380 m2 Wohn- und Nutzfläche 380 m²
- Grundstücksfläche 626m2 Umbauter Raum 1.712,04 m²
- Baukosten (KG 200-700) 910.000,-
Besonderheiten Mühle
- Großer Mühlenraum mit reich verziertem Mittelpfosten und sog. Bied (Galerie)
- Wärmepumpe mit 85 KW Leistung für Gesamtensemble
- Garten mit altem Baumbestand
- Aufzugsdächlein
- Teilweise originale Innentüren
Daten Stall
- Baubeginn 2008 Baufertigstellung Mitte 2009
- Wohnfläche ca. 210 m2 Wohn- und Nutzfläche 210 m²
- Grundstücksfläche 1350 m2 Umbauter Raum ca. 900 m³
- Baukosten (KG 200-700) 270.000,- geschätzt
Besonderheiten Stall
- Tonnengewölbe im EG mit drei profilierten Innensäulen
Daten Scheune
- Baubeginn 2008 Baufertigstellung Mitte 2009
- Wohnfläche ca. 500 m2 Wohn- und Nutzfläche 500 m²
- Grundstücksfläche 1350 m2 Umbauter Raum ca. 2000 m³
- Baukosten (KG 200-700) 570.000,- geschätzt
Besonderheiten Scheune
- Sehr hohe Scheunenräume im EG
- Gewölbekeller
- Galerie
- Große Verglasungen zum Hof und nach Süden
- Ca. großes dazugehöriges Grundstück m. ca. 5000m²








